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Tschüss, Hannover

  • 8. Mai 2019
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Mai 2019

Im Jahr 2013 verschlug es mich in diese schöne Stadt im Norden - nach einer wohlbehüteten Kindheit auf dem Dorf ein riesen Schritt. Nach knapp sechs Jahren packe ich nun meine Sachen und sage Tschüss, Hannover. Mach's gut.

Es ist Anfang Mai 2019, als ich mein Hab und Gut in Kisten verstaue und sie mit Hilfe von meinem Freund und meinen Eltern in einen Transporter lade. Für mein Bett, meine Couch und ein paar andere Dinge, die mich nicht nach Südafrika begleiten werden, geht es zurück in die knapp 70 km von Hannover entfernte Heimat, zurück aufs Land. Aus einem alten Kinderzimmer wird ein Wohn-Schlafzimmer-Hybrid - ein Rückzugsort für Tage, Wochen, ja vielleicht sogar Monate daheim. Nachdem ich das Stadtleben in vollen Zügen genossen habe, bin ich überglücklich, meinen kleinen Hafen bei meinen Eltern neu zu gestalten. Manche Möbel begleiten mich schon seit WG-Zeiten, zogen von dort aus in die erste eigene Wohnung und nun zurück in mein Heimatdorf - und so schließt sich der Kreis. Stolz und dankbar stehe ich in meinem neu eingerichteten Zimmer und kann es kaum glauben, wie sich jedes Stück perfekt in das Gesamtbild einfügt. Wow, geschafft!



Nach diesem anstrengenden aber produktiven Wochenende kehre ich erleichtert und zufrieden zusammen mit meinem Partner in die nun fast leere Wohnung zurück. Auf dem Weg durch die Stadt schaue ich auf den Maschsee, sehe das neue Rathaus, sehe die Kirchturmspitze, direkt gegenüber von meiner ehemaligen WG und plötzlich packt es mich. Nicht nur verabschiede ich mich demnächst von Familie, Freunden und Kollegen, sondern auch schon ganz bald von dieser Stadt, die mich so viele Jahre begleitet hat. Auch wenn ich freudig in die Zukunft schaue schleicht sich plötzlich eine große Portion Melancholie in meine Gedanken. Wie verabschiedet man sich gebührend von einer Stadt? Wie sagt man Danke?


Ach Hannover,


niemand außer dir und mir wird wohl je wirklich verstehen, wie besonders unsere Beziehung war. Ich kam zu dir mit gerade mal genug Selbstbewusstsein im Gepäck, um vorsichtig und zweifelnd den ersten Schritt raus in die Welt zu wagen. Knapp sechs Jahre später verabschiede ich mich nun von dir, um meine Reise fortzusetzen. Vom Dorf in die Stadt und von dort aus ans andere Ende der Welt. Danke für alles und bis bald, vielleicht.

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