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Auf der Suche nach dem Gold der Sterne

  • 3. Mai 2021
  • 4 Min. Lesezeit

INSPIRED BY "GOLD VON DEN STERNEN" VON MICHAEL KUNZE & SYLVESTER LEVAY


Stell dir vor, du bist wieder ein Kind. Deine Welt geht kaum über dein Kinderzimmer hinaus, deine größte Sorge ist, ob du jemals lernen wirst, ein perfektes Rad zu schlagen, deine Tage sind gefüllt mit besonderen Momenten, Liebe und Geborgenheit. Jedenfalls hoffe ich, dass deine Kindheit so oder so ähnlich ausgesehen hat. Aber selbst wenn nicht, dann versuch dich mal für einen kurzen Moment in eine Welt hinein zu träumen, in der genau das Realität ist. Stell dir vor du sitzt auf einem warmen Teppichboden, die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fallen, wärmen dich. Und auf einmal spielt ein Lied. Ein Lied, das ich in meiner Kindheit oft gehört habe, das ich schon früh zu lieben gelernt habe. Du hörst gespannt zu und lauschst den folgenden Worten:


"Manchmal nachts fällt Gold von den Sternen Du kannst es finden, Da draußen wo noch keiner war. Sein heißt werden, Leben heißt lernen. Wenn du das Gold von den Sternen suchst Musst du allein hinaus In die Gefahr."


Was löst das in dir aus? Du, das Kind, das auf dem warmen Teppich sitzt und den Worten zuhört, bist wahrscheinlich total aufgeregt. Klingt das nicht spannend? Da, wo noch keiner war, da fällt Gold von den Sternen? Und du kannst es finden? Wow! Aber das Lied besagt auch, dass du allein dorthin finden musst und dich auf dem Weg zum Gold in Gefahr begeben wirst. Ich weiß nicht wie es dir geht, wie du als Kind warst aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass man sich als Kind nicht wirklich davon abschrecken lassen würde. Oder? Als Kind hat man – im besten Fall – noch nicht viele Gefahren erlebt, jedenfalls waren sie einem wahrscheinlich nicht so bewusst.

Heute ist das irgendwie anders. Heute kommen viele Fragen auf. Was bedeutet das konkret "Gold fällt von den Sternen"? Richtiges Gold? Wie groß ist das Gold? Wie schwer? Wenn es von den Sternen fällt, dann hat es wahrscheinlich einen ganz schönen Speed drauf, oder? Das ist doch mega gefährlich! Wie viel fällt auf einmal vom Himmel? Erschlägt mich das Gold dann nicht? Und selbst wenn nicht, wie soll ich so viel Gold transportieren? Welches Fahrzeug eignet sich dafür am besten, wie groß muss es sein? Und vor allem: Wie verdammt nochmal soll ich wissen, wo "da draußen, wo noch keiner war" ist? Gibt es so einen Ort überhaupt noch? Haben wir die Welt nicht schon größtenteils entdeckt? Und falls da wirklich vorher noch nie jemand war, wieso nicht? Und wieso soll gerade ich es dann schaffen? FRAGEN ÜBER FRAGEN. Graue Realität. Ein leises Kopfschütteln, ein kurzer Gedanke "was für ein Bullshit", Thema abgehakt. Wenn man sich diese Fragen aber nicht stellt, sondern die Worte einfach auf sich wirken lässt, dann sind sie meiner Meinung nach ganz schön inspirierend.


Dieses "Gold von den Sternen" sieht für jede*n von uns anders aus. Für manche bedeutet es finanzielle Unabhängigkeit, eine Beförderung, der Aufbau eines eigenen Business, eine lang ersehnte Reise, ein Eigenheim, Familie gründen, heiraten oder oder oder. Und genau aus diesem Grund war dort, wo dein Gold vom Himmel fällt, vorher auch noch niemand. Das heißt nicht, dass vor dir noch nie jemand ein erfolgreiches Business gegründet, die Liebe ihres Lebens geheiratet oder sein ultimatives Traumhaus gebaut hat. Aber deine persönliche Definition dieses Ziels zusammen mit deinen persönlichen Wünschen, deinen Erfahrungen, deiner Angst, deiner Hoffnung und deinen Sorgen – in der Kombination gibt es das ganze halt nur einmal. Und genau deswegen ist es "da draußen" manchmal ganz schön gefährlich. Weil es keine Schatzkarte gibt, die dir Schritt für Schritt zeigt, wie du ans Ziel gelangst. Du kannst dir noch so viel Rat einholen, noch so viele Seminare besuchen (und glaub mir, ich bin großer Fan von Seminaren), Bücher lesen oder dich an anderen orientieren, am Ende musst du alleine raus, alleine den ersten Schritt vor die Tür setzen und alleine deinen Weg beschreiten. Im Idealfall hast du Menschen an deiner Seite, die dich dabei unterstützen und so gut es geht für dich da sind, aber deine Träume kannst nur du selbst verwirklichen.

"Sein heißt werden, Leben heißt lernen."


Und manchmal ist es gar nicht der erste Schritt, der am schwersten ist. Sondern alle, die danach folgen. Wenn die Beine müde werden, man zurück schaut und sich denkt "ich bin schon so lange gelaufen und mein Ziel ist immer noch nicht in Sicht.", dann beginnt der richtige Kampf. Das Momentum beizubehalten, den Mut, den man am Anfang gefasst hat, nicht zu verlieren, das ist die große Kunst.


Irgendwo fällt dein Gold von den Sternen. Ganz mühelos, einfach so. Es fällt von den Sternen, landet auf der Erde und wartet nur darauf, dass du kommst, um es aufzuheben. Aber der Weg dahin ist steinig. Richtig, richtig steinig. Und manchmal, wenn die Beine müde sind und die Füße wehtun, von all dem Laufen, all dem Kraxeln über Stock und Stein, dann braucht man eine kleine Erinnerung daran, dass es da ist, das Gold. Der Weg ist zwar weit aber die Gewissheit ist da – dein Gold existiert. Da draußen, wo noch keiner war.


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