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Der erste Schritt jeder Reise

  • 6. Mai 2019
  • 3 Min. Lesezeit

Ins Ausland ziehen, alles hinter sich lassen um zu reisen oder einfach nur etwas komplett anderes tun, als die Leute um einen herum - all diese Dinge erfordern eine ganze Menge Mut. Sobald man feststellt, dass man irgendwie "mehr" vom Leben möchte, die Welt erkunden und mehr über sie herausfinden möchte, ist es ziemlich schwer, von diesem Gedanken wegzukommen. Allerdings ist es das Eine, solche Träume zu haben und das Andere, sie wirklich in die Tat umzusetzen. Selbst wenn alles so super aufregend und spannend erscheint, kann es sein, dass dir jede Menge "aber was wenn"s durch den Kopf schwirren.

Wenn du dich gerade an einem ähnlichen Punkt in deinem Leben befindest und nicht weißt, ob du diese eine folgenschwere Entscheidung treffen sollst oder nicht, hilft dir dieser Artikel vielleicht ein bisschen weiter.


Ganz egal vor welcher Entscheidung du gerade stehst, versuche dir beides einmal vorzustellen: das Worst-Case-Szenario wenn du dich für die Veränderung entscheidest und das schlimmste Ergebnis das eintreten könnte, solltest du dich gegen die Veränderung entscheiden. Diese Fragen haben mir sehr geholfen - nicht nur um mich bewusst für ein Leben in Südafrika zu entscheiden sondern auch um den Leuten um mich herum meine Perspektive aufzuzeigen. Dein persönliches Worst-Case-Szenario ist möglicherweise ein komplett anderes als mein eigenes aber ich denke, dass dieses Vorgehen für viele verschiedene Situationen anwendbar ist. Hier nun also meine zwei Szenarien:



F: Was ist da schlimmste was passieren könnte, falls ich mich dafür entscheiden sollte ein Business in Südafrika aufzubauen?

A: Unser Plan geht nicht auf, irgendwann wird das Geld knapp und wir verlieren alles was wir haben.


F: Was ist das schlimmste was passieren könnte, falls ich mich dagegen entscheiden sollte nach Südafrika zu gehen?

A: Für den Rest meines Lebens werde ich mich vermutlich fragen was passiert wäre, hätte ich diese Chance ergriffen.


Wenn dein Kopf ähnlich funktioniert wie meiner, wirst du wahrscheinlich nachvollziehen können, dass das zweite Szenario viel schlimmer für mich wäre. Selbst wenn alles schief laufen sollte bin ich fest davon überzeugt, dass ich einen anderen Weg für mich finden werde. Nicht nur weil ich in die Menschen um mich herum vertraue, die mich niemals hängen lassen würden, sondern vor allem, weil ich an mich selbst glaube.


Egal wie deine beiden Worst-Case-Szenarien aussehen mögen, ich bin mir ziemlich sicher dass du schnell erkennen wirst, welches der beiden schlimmer für dich wäre. Und auch wenn es dir vorkommt, als wäre das Risiko zu groß um - was auch immer du vorhast - es zu versuchen, frag dich ob du deine Entscheidungen wirklich auf Angst basieren lassen möchtest; auf der Angst, zu versagen. Natürlich ist es in einem behüteten Hafen sicherer, wo du dich nicht den wilden Stürmen, den hohen Wellen und den teils miserablen Wetterbedingungen stellen musst - aber möchtest du nicht sehen, wie schön das Meer sein kann? Ich persönlich könnte mir niemals vorstellen mich mein Leben lang zu fragen "Was wäre gewesen wenn..?". Ich möchte herausfinden, zu was ich in der Lage bin, selbst wenn das heißt mich in die Wellen schmeißen zu müssen. Wie es eines meiner liebsten Bücher passend beschreibt, glaube ich fest daran, dass es nur zwei Kräfte im Leben gibt: Liebe und Angst. Es ist okay sich vor dem Unbekannten zu fürchten, du musst nicht ohne Angst sein, um mutig zu handeln. Lass dich nur nicht von den Monstern in deinem Kopf dazu drängen ein Leben zu führen, das sicher zu sein scheint, am Ende des Tages aber einfach nur furchtbar langweilig ist. Greif deine Ängste am Schopf, sag ihnen, dass du weißt, dass sie existieren und dass du es trotzdem tun wirst. Schließlich musst du nicht sofort eine Antwort auf alle Fragen haben, keinen wasserdichten Plan für dein Leben parat haben, denn es ist okay sich ab und an ein bisschen im Prozess zu verlieren. Denn von einem bin ich überzeugt: Wenn du dich nicht von Angst, sondern von Liebe leiten lässt, wird es keinen Sturm geben, den du nicht durchqueren kannst.

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