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Über Mut und was es bedeutet ihn zu beweisen

  • 22. Mai 2019
  • 2 Min. Lesezeit

Mut - ein kleines Wort mit einer großen Bedeutung. Ein Wort, das in letzter Zeit mein treuer Begleiter ist. In jedem Gespräch scheint es Thema zu sein, dieses kleine aber bedeutende Wort. "Das ist aber mutig von dir!", "Da braucht man aber eine Menge Mut" oder "So mutig wäre ich nicht", um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Manchmal weiß ich dann nicht so genau, wie ich überhaupt reagieren soll, ja manchmal habe ich sogar das Gefühl, als würde ein kleiner Hauch von "Oh oh, ob du dir das auch richtig überlegt hast" mitschwingen. Was antwortet man auf so einen Satz? "Danke"? Oder "Ja, ich weiß"?

Eine Entscheidung zu treffen erfordert immer Mut. Ohne Mut keine Veränderung. In den vergangenen Wochen habe ich gelernt, dass es aber eine mindestens genau so große Herausforderung sein kann, sich Leuten stellen zu müssen, die diese Entscheidung vielleicht nicht zu 100% nachvollziehen können oder wollen. In meinem Fall kann ich mich nur glücklich schätzen, dass meine Familie und meine engsten Freunde mich so sehr unterstützen und mir den Rücken stärken. Es gibt aber eben auch Menschen, die mich mit einer hochgezogenen Augenbraue und einem großen Fragezeichen über ihren Köpfen anschauen, denn die gibt es nun mal immer im Leben. Diese unermüdlichen Kritiker - seien es vermeintliche"Freunde", ein Bekannter, vielleicht sogar jemand aus der eigenen Familie - habe ich in letzter Zeit sehr schätzen gelernt.



In der Vergangenheit haben mich diese Menschen, die man ganz offensichtlich niemals von seinem Vorhaben überzeugen wird, sehr ins Schwitzen gebracht. Es sind Menschen die keine konstruktive Kritik äußern, sondern mit einem starren Blick und negativen Kommentaren versuchen, auf deine Parade zu regnen. Menschen, die einem guten Argument eher ein zynisches "Naja" entgegen bringen, als sich mit dir zu freuen oder dich zu ermutigen. Inzwischen habe ich gelernt, dass diese Menschen sich nicht von dir überzeugen lassen werden, ganz egal was du versuchst. Du kannst deine Geschichte ausschmücken um ihnen die positiven Seiten aufzuzeigen oder versuchen dein Vorhaben herunterzuspielen, um nicht als potenzielle "Gefahr" wahrgenommen zu werden. Du kannst dir vorher alle guten Argumente zurechtlegen oder vor ihren Augen einknicken und ihnen zu Munde reden. Ganz egal für welchen Weg du dich entscheidest, die Reaktion solcher Menschen wird immer die selbe sein: Unverständnis.


Mut ist nicht immer ein lautes Gebrüll, manchmal ist es auch ein leises Lächeln, wenn jemand versucht dich zu verunsichern. - sarah.anywhere

Seit ich mich für Südafrika entschieden habe, treffe ich immer wieder auf solche Menschen. Immer wieder finde ich mich in Situationen wieder, in denen mein Gegenüber versucht, das Haar in der Suppe zu finden; Situationen, in denen ich Mut beweisen muss. Heute komme ich nicht mehr ins Schwitzen, denn ich habe gelernt, dass ich nicht jeden von meinem Vorhaben überzeugen muss. Nicht jeder muss mich verstehen, ich brauche keine Bestätigung für das, was ich vorhabe. Denn es gibt im Grunde nur eine Person, die überzeugt sein muss und das bin ich.


Entscheidungen erfordern Mut. Ohne Mut keine Veränderung. Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, die andere nicht verstehen oder vielleicht einfach nicht verstehen wollen, erfordert es Mut, sich diesen Personen zu stellen. Ergreife diese Chance, denn vielleicht ergeht es dir wie mir und du wirst von Mal zu Mal mutiger.



Danke, liebe Zweifler - dafür, dass ihr mir zeigt, dass nicht mal ihr mich dieses Mal aus der Ruhe bringen könnt.

1 Kommentar


seven_dust
07. Aug. 2020

Unfassbar.

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